Deerhoundpost

1    Janet und Jackson unterhalten sich

2    Connor und die ersten Erlebnisse im neuen Zuhause

3    Weihnachten 2005

Schwester und Bruder unterhalten sich 

Janet gratuliert dem zweifachen Onkel           v.8.4.05

 

Hi Jackson,

alter Bruder.. ich hoffe es geht dir gut. Darfst dir zum zweiten Mal das 'Onkel werden' durch mich gratulieren lassen. Vier Jungs und vier Mädels halten mich seit Montag auf Trab. Uns geht es
 soweit prima, wir werden gut mit Futter versorgt und bekommen Leckereien,  die es sonst nur an Feiertagen gab.-)

 

 

Jackson und das Adelsprädikat

 Hallo Janet,

recht herzliche Glückwünsche zu den neuen Prinzessinen und Prinzen, war leider
einige Tage nicht online und konnte nicht früher schreiben. Ich hoffe alles ist
gut verlaufen und war nicht zu beschwerlich für Dich. Mögen die Puppies würdige
und starke Vertreter der Roil Hounds of Scotland werden.
Uns selbst geht es allen bestens. Vor allem mir, ich bin nämlich seit Samsteg
Sir Jackson, "Retter der Deerhounds", weil ich zwei Schäferhunde, die mit
verbrecherischer Pfote den Zaun zu unserer Wiese angehoben und meine drei
königl. Damen angegriffen haben niedergemacht und von unseren Ländereien
vertrieben habe. Sie werden sicher nie mehr wiederkommen. Komisch war nur, daß
unser Herrchen eine ganz weisse Nase bekam obwohl doch jeder weiss, daß Nasen
schwarz sind (vielleicht ein genetischer Fehler, zuchtausschließend??). Es wird
in letzter Zeit sowieso immer schlimmer mit dem Gesindel, sogar Rehe, Katzen und
Hühner belästigen uns jetzt. Wenn Du in der Gegend bist besuche uns doch mal,
damit Du Dir selbst ein Bild von den unglaublichen Zuständen hier machen kannst.
Ich habe übrigens eine neue e-mail Adresse. Dank DSL kann ich nun endlich bequem und schnell Photos der hochwohlgeborenen Roils empfangen und senden. Mein Vorschlag war ja eigentlich Jacksondeers, musste mich aber der Gewalt beugen.
Sage bitte auch ganz liebe Grüße an Deine menschlichen Deerhounds Susanne und
Theo,

Dein Dich liebender Bruder Jackson


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Am: 18 .4. von Janet:

 

Hi Jackson, Sir,

gut von dir zu hören und recht netten Dank für deinen Lagebericht bei
hajodeers.
Mit der Brut kam ich gut zurecht, hat allerdings Stunden gedauert bis der
Nachwuchs auf der Erde war. Wenn mich mein Mensch nicht zwischendrin immer
mal wieder nach draußen geführt hätte - für den Kreislauf  hat er dauernd
erzählt- so hätte es wohl noch länger gedauert. Jedenfalls wurde es mir
angedroht und so bin ich immer mitgelaufen. Sogar im Dunkeln, Vorstellungen
haben die... Vielleicht stimmt es aber auch, denn eine Ärztin hat er nicht
gerufen.

Mittlerweile verziehe ich mich schon mal aus der Kiste. Die ist eigentlich
recht praktisch, man kann sich nur ausruhen, bekommt ab und zu leckeres
Futter und wenn ich mal wandern will, so läuft keines der Kleinen weg. Zudem
kommt der Roomservice jeden Tag, bezieht alles neu und sauber. Nur mit den
Zeiten hat der Mensch seine Probleme. In aller Frühe, vor dem Wachwerden.
Ähnelt dem Laufen, auch so fantasielos.

Heute hat er allerdings einen Reinfall erlebt. Sein Futter wollten die
Kleinen nicht, haben einmal geschleckt und den Rest wieder ausgenießt. Das
wusste ich vorher, aber mal bellt ja gegen Wände, sie müssen immer wieder die
gleichen Fehler machen. Eben Menschen. Damit du, Retter deiner Horde, mal
sehen kannst wie es hier aussieht, schicke ich dir einige Ansichten. Grüße
deine Familie, die Menschen auch, ich melde mich mal wieder.

Janet

PS. Ist man eigentlich Lady, wenn der Bruder Sir ist?

 

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Jackson’s Beobachtungen nach dem gewonnenen Kampf

 

Am 16.5 von Jackson:

Hallo kleine Schwester,

entschuldige, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber wir waren alle in großen und wichtigen schottischen Geschäften unterwegs. Leider konnte ich den hohen Deerhoundrat nicht davon überzeugen, dass die Schwester eines Sir Bruders auch eine Lady Schwester ist, aber man hat dann doch erkannt, dass eine Bewahrerin der Puppies  ganz zwingend ja eine Lady sein muß. Die Ernennungsurkunde folgt nach, die Puppies of her Ladyship sind ja wirklich allerliebst und scheinen sich auch hervorragend zu entwickeln. Ich bin nur froh, dass Du keine Probleme mit dem Personal hast, es ist ja schwer heutzutage etwas adäquates zu finden.

Bei uns sieht es leider nicht so gut aus. Dieses kleine Ungeziefer, entschuldigung, ich meine natürlich die nette junge Dame, die mich permanent über die Wiesen hetzt ( und ich muß noch so tun als fiele es mir leicht) hält mich doch sehr auf Trab. Und wenn ich dann zu Hause stöhnend auf mein fürstliches (oder SIR-liches ??) Lager sinke, steht sie schon wieder da und haut mir alberne Teddys und sonstige Plüschtiere um den Kopf. Es ist ja ganz nett, um die Teenies herumzuhüpfen, aber sie können für mittlere bis ältere Herrschaften schon recht penetrant sein und man darf ja nichts sagen.

Noch schlimmer wurde es, als der anscheinend streitsüchtige Hammel vorige Woche im südlichen Schottland, in Dortmund, Europa irgendeinen Kampf gewonnen hat - Du hast bestimmt schon davon gehört. Meine bisher ganz vernünftigen Zweibeindeerhounds wurden richtig komisch, liefen mit bauchigen Trinknäpfen herum und gaben absonderliche Geräusche von sich. Ich habe versucht mäßigend einzuwirken und hatte zum Glück auch Erfolg. Als es dunkel wurde kamen sie zur Besinnung und liefen wieder - wie es sich ja auch gehört - auf vier Beinen. Wie Du siehst bringt das Leben halt viele Probleme mit sich aber es lohnt sich immer verirrte Seelen auf den rechten Pfad zurückzuführen.

 

Bis bald verbleibe ich Dein liebender Bruder

 

Jackson

 

PS: die blöde Katze habe ich wieder nicht gekriegt, aber es fehlten nur Zentimeter

 

Ein Kampf in eigener Sache

 

22.6.05

Hallo Janet,  

ich schreibe Dir nur ganz kurz, weil ich noch sehr schwach bin und viel schlafen muss. Aber Freitag Nacht ging es mir plötzlich ganz furchtbar schlecht. Ich hatte gerade mein Abendmahl verzehrt, als mit übel wurde und das ganze gute Essen wieder rauskam. Als ich dann was trinken wollte ist auch alles wieder oben rausgelaufen. Herrchen hat gemeint, mein Bauch wäre zwar dünn aber meine Schleimhäute sähen katastrophal aus und wurde ganz hektisch. Er hat dann das Gerät benutzt mit dem man mit anderen Leuten spricht ohne daß sie da sind und dann schrecklich über irgendwelche unfähigen Leute in Kliniken geschimpft. Dann hat er endlich die Leute erreicht, die öfter bei uns zu Besuch sind und gemeint, daß wir sie jetzt auch mal besuchen. War mir egal, nicht mein Problem, mir war kotzschlecht. Als wir dort ankamen meinte unser Freund es wäre vielleicht nicht so schlimm, da ich ja ganz dünn sei  aber Herrchen war anderer Meinung. Dann sollte ich auf einen Tisch gelegt werden, habe mich natürlich gegen eine so respektlose Behandlung gewehrt wie der Teufel aber sie waren stärker und haben mich doch photographiert und das noch mehrmals. Dann kamen in einem anderen Gemach plötzlich Herrchen und sein Freund zu mir, beide mit grünen Kitteln verkleidet und die Gesichter waren auch maskiert, damit ich sie nicht erkennen und später verraten sollte, aber ich bin ja nicht blöd. Nun wurde es ganz schnell dunkel und ich weiß von nichts mehr. Allerdings hat meine kleine Freundin Najoona ein Gespräch mit Frauchen belauscht - sie ist sehr geschickt im spionieren - wo erzählt wurde, daß die zwei Unholde meinen ganzen Bauch aufgeschnitten haben und daß mein Magen doch gedreht war, aber daß nichts schlimmes kaputtgegangen wäre, weil er sofort wieder schön rosig wurde, nachdem alles raus und wieder reingepackt war. Bis fast ein Uhr Nachts haben die Schlafmützen dafür gebraucht. Außerdem haben die Pfuscher wohl meinen armen Magen versehentlich an den Rippen festgenäht -- wenn man nicht alles selber macht !! Jetzt weiß ich wenigstens warum ich noch Bauchweh habe. Allerdings schmeckt mir das Essen schon wieder, hinten läufts auch wenn Du weisst was ich meine und Herrchen sagt meine Chancen wachsen mit jedem Tag. Ich hoffe, daß er Recht hat und ich Dir bald nochmal schreiben kann und wir uns nicht erst bei der Regenbogenbrücke wiedersehen.

Jetzt muß ich weiterschlafen und grüße Dich und Deine Puppies vielmals in der Hoffnung, daß wenigsten bei euch alles in Ordnung ist. - Dein Bruder Jackson

 

Janet sendet mentale Hilfe

Am  22.6.05

 Hallo, mein lieber Jacko,

wollte Dir schon soooooo lange schreiben, aber da meine Köchin schwer krank war, hatte ich alle Pfoten voll zu tun mit der kleinen Bande.

Nun bin ich ganz zittrig und habe schreckliche Angst um dich. Pass bloß auf, dass nichts passiert und ruh Dich gut aus.

Wir wollen doch noch viele e-Mails schreiben und ich hatte gehofft, dass wir uns mal irgendwo sehen würden.

Hier läuft alles soweit gut, meiner Köchin geht es langsam etwas besser ( sie war mit akutem Nierenversagen im KH)

In dieser Zeit hatte unser Butler natürlich doppelte Arbeit, aber WIR haben ihm sehr geholfen.

Seit Sonntag fehlt eins meiner Kinder, ich vermute, daß es die Leute mitgenommen haben, welche vormittags hier waren. Die meinen alle, ich könne nicht zählen.

So mein Lieber, ich denke ganz fest an Dich und drücke in Gedanken meine Nase ganz fest an Deine und hoffe, dass Du ganz schnell wieder gesund wirst und Dein Rudel wieder voll im Griff hast.

Schreib schnell, wenn es Dir wieder besser geht.

Ganz liebe Grüße von

Deiner Janet

  

Janet hegt strategische Gedanken

26.06.05

Lieber Jacko,

 

nun hoffe ich, dass es dir langsam wieder besser geht. Jedoch wie dir auch sei, seit einigen Tagen wird es nicht mehr richtig dunkel draußen, und wir müssen viel Licht und Wärme ertragen. Man kann sich nur morgens und abends rühren, den Tag über suche ich die kühlen Ecken im Hause auf. Meistens bekomme ich eine gute, jedoch weiß nur ich, dass es im dunkeln draußen viel besser auszuhalten ist. Ständig werde ich abends ins Haus gerufen und danach legen sich die Butler der Länge nach hin. Warum also? Sonst sind sie doch ständig auf 2 Beinen unterwegs. Hast du auch mit dem zu tun, was die Zunge trocknen läßt?

 

Es gibt noch eine spannende Geschichte zu erzählen. Die glauben hier ja immer, ich würde nicht alles verstehen, doch da haben sie sich getäuscht. Hier steht ein Fenster, durch das die Menschen sehen, obwohl es nicht dahin zeigt, wohin man gehen kann. Jedenfalls hocken sie einmal täglich davor, seit die Köchin krank ist, meistens der Mensch für die grobe Arbeit, und oft höre ich ihn sagen, dass andere Menschen mich und die Kinder und die ganze Horde im Fenster sehen könnten, aber man würde nicht erkennen, was wir zu sagen hätten.  Deerhoundgeflüster haben sie das dann genannt und überlegten, ob es hinter dem Fenster wohl nach andere gäbe, die daran interessiert wären. Sag mal, welche würdige Erklärung deinerseits könnte dies erhalten? Ich fände es nicht schlecht so andere zu infomieren. Es soll ja noch viele dieser Fenster in anderen Behausungen geben, in denen unsere Blutsbrüder wohnen. Meinen Butler habe ich angewiesen, dir, liebster Bruder, eine Kostprobe zu senden. Ich denke auch unsere Schwester Lady Janis Joplin, die im Süden Bavarias den kontinentalen Highlands näher ist als wir, interessierte sich für unsere eloquenten Bereicherungen des Alltages. Ich wage sogar mal eine Voraussage... wir erhielten als Antwort viele andere, königliche Nachrichten. Es gibt sie auch im Ursprungsland, die sprechen sogar unsere Sprache.

 

So verlasse ich dich nun vorerst, hüte die Brut ein wenig ein und sehe nach dem Rechten hier.

Lebe wohl und bedenke meine Worte.

 

Deine Schwester Janet

 

Tage der Genesung

 

26.06.05:

Liebe Schwester Janet,  

entschuldige, daß ich erst so spät antworte, aber mein Diener war mit unserer kleinen Najoona in dem Lande Belgium, um dortige Lehensgebiete zu besichtigen und hat den Computer abgeschaltet. Anscheinend war er dort nicht sehr erfolgreich, er spricht nicht darüber.

Das sind ja schlimme Nachrichten, die man auch von euch hört. Ich hoffe doch sehr, dass es der armen Köchin bald wieder besser geht und wünsche ihr von ganzem Herzen eine baldige Genesung.

Mir selbst geht es schon wieder besser, bis vorgestern lief noch etwas Wasser aus meinem Bauch - komischerweise nicht dort , wo es sonst rausläuft - aber jetzt ist alles fast zugeheilt. Für heute Abend ist schon ein kleiner Ausflug auf die Wiese geplant, damit ich wieder ein paar vorsichtige Schritte machen kann. Bis jetzt konnte ich ja nur in den Garten, wobei mir vorgestern eine dumme Geschichte passiert ist. Ich ging zur Verrichtung meiner Roil-Geschäfte dort hin und die Nichtsnutze haben vergessen, mir mein Gewand auszuziehen. Da ich mit wichtigen Gedanken zur Verbesserung der leider zur Zeit katastrophalen Essensversorgung beschäftigt war (es gibt seit Tagen nur üble weiche Matsche), habe ich es auch nicht bemerkt -- ärgerliche Sache, sehr peinlich.

 

Die Sache, die näheren und weiteren Verwandten anzufenstern finde ich gut. Es gibt doch immer wieder Nachrichten über das Personal, das Essen und Sachen der Roil Politik auszutauschen. Was hältst Du von einer Stellenbörse, wo wirklich qualifizierte Köche sich für die königlichen Haushalte bewerben könnten und auch sonstiges Personal?  Vielleicht findest Du ja auch dein verschwundenes Kind wieder, das bestimmt an einem Königshofe erzogen wird.

Wenn Du mal die Kinder aus dem Haus hast und in der Nähe sein solltest, komme mich doch auf alle Fälle besuchen. Dann können wir über meine Ländereien wandeln und vielleicht einen kleinen Lauf machen. Um mich dafür zu stärken werde ich jetzt sofort ein kleines Nickerchen machen, hoffentlich ist das Kopfkissen ordentlich aufgeschüttelt.

Bis bald die allerbesten Wünsche und passe mir gut auf die Köchin auf, mit solchen Sachen ist nicht zu spaßen und ich mache mit schon einige Gedanken.

 

Dein Jackson

 

Janet und die Begegnung der seltsamen Art

 

Heute muss ich dir von seltsamen vierbeinigen Nonroils erzählen...

Gestern zur Mittagsruhe wagte sich ein Störenfried mit selbst bewegendem Gefährt auf unser angestammtes Land. Nicht nur um die Zweibeiner zu besuchen und Leckeres zu speisen, was unsere Nasen wieder länger werden ließ, sondern um Vierbeinige Gefährten zu bringen! Sie tragen braunes Haarkleid wie wir, scheinen aber gottseidank nicht an unserem Futter interessiert und begnügen sich mit dem Grün der Wiesen... Du weisst, wenn wir unseren Mageninhalt entleeren wollen,

fressen wir auch davon. Nur scheint es diesen Wesen besser zu bekommen.

Im Gespräch habe ich mit angehört, dass diese im Ursprung unserer Heimat recht nah sein sollten, St Kilda oder so. Jedenfalls macht sie das sympatisch und ich werde mir überlegen, ob ich mit ihnen spielen, sie jagen oder einfach nur in Ruhe lassen werde. Den alten Murphy interessieren diese gar nicht, aber meine junge Brut war aufgeregt und fand den Zaun dazwischen äußerst hinderlich.

Nun muss ich die Sache weiter beobachten, denn den tieferen Sinn habe ich noch nicht verstanden. Aber das werde ich auch noch herausfinden.

 

Bis dahin mein Bruder,

bleibe gegrüßt

Janet

 

 

Connor und die ersten Erlebnisse im neuen Zuhause

21.10.05 

Hi Cayuna,

vielen Dank für Deinen Brief, hat Mama mir eben vorgelesen. Aber sie wollte Dir und Deiner Susanne und dem Theo sowieso auch heute schreiben, weil ich heute ein "Lümmel" war. Ich weiß nicht, was sie damit meint, ich hatte heute soviel zu tun, daß ich überhaupt nicht zum Schlafen kam. Das mit dem Schlafen habe ich gestern probiert (ich war aber auch einfach hundskaputt) und Mama hat gesagt, so wäre ich ein braver großer Bub, ja alle haben mich gelobt und gesagt, das hätte ich gut gemacht. So nun dachte ich heute wo ich doch gestern so viel geschlafen habe, dass ich mal ein bißchen Hausputz mache und schon mal mein Bettchen richtig gründlich saubermache. Ich habe nämlich in meinem "Tageszimmer" (ich weiß auch nicht warum die immer alle anderen Türen zumachen, wenn die wegfahren) eine schöne dicke Schaumstoffmatratze unter meiner Kuscheldecke und die habe ich heute mal richtig auseinander genommen, damit die mal auslüftet. Die Mama hat zwar nicht geschimpft, hat aber heute nicht gesagt, daß ich ein braver großer Bub bin, also irgendwas war nicht in Ordnung. Aber sie hat mir vom Einkaufen ein dickes kuschliges Flauschkissen mitgebracht, das bekomme ich aber nur, wenn sie auf mich aufpassen kann, verstehst Du das? Da ist man ordentlich und hilft mit im Haushalt und dann ist das auch wieder nicht richtig. Na ja, morgen haben wir dann Besuch von den Kindern, mal schaun was wir so anstellen.

Der Papa hat mich heute morgen übrigens auch gewogen und ich wiege schon 3o,7 kg und bin 74 cm groß, na jetzt bist Du sicher beeindruckt gell?

So nun hoffe ich für Dich, dass die nächste Woche schnell vorbei geht, damit Du den doofen Verband bald wieder los bist, dann mußt Du aber schön aufpassen. Muß ich jetzt auch, nachdem Dir das passiert ist, paßt die Mama noch mehr auf mich auf, damit ich nicht auch so`n Ding kriege.

So nun grüß mal schön die Susanne und den Theo und all Deine Freunde von mir und Mama und Papa,

ich schreib Dir bald wieder und berichte vom Wochenende

Dein Connor

  

 

Cayuna antwortet am 26.10.

 Hallo Connor,
hatte mir gestern nochmal das Bild angeguckt, von Deiner ehemaligen
Schaumstoffmatratze. Ich fand es so toll und ich wollte auch nochmal so
viele schöne Flocken um mich herum haben. Nur wollte ich ja Susanne nicht
ärgern und schon garnicht wollte ich, daß sie böse mit mir ist. Nach langem
Überlegen ist mir dann auch was eingefallen. Es lag auf dem Tisch im
Wohnzimmer, ein ganz kleines Paket mit vielen kleinen, weißen Läppchen drin.
Susanne faltet die immer auseinander und hält die an die Nase, danach gibt`s
Geräusche, schon knuddelt sie die wieder zusammen und sie werden weg
geworfen. Na ja , dachte ich: da kann man sicherlich auch noch was anderes
mit machen! Und siehe da: na klar kann man.......... Wenn Du die alle
einzeln zerpflückst und ganz klein auseinander rupfst, dann hast du auch
lauter kleine, weiße Flocken. Du glaubst garnicht , wieviele man aus so
einem kleinen Paket bekommt! Die mußt Du dann alle um Dich herum verteilen
und schon kann Du Dich auch prima reinkuscheln und das ALLERBESTE daran war:
Susanne hat sich gefreut und gelacht und hat gesagt , ich sei ein braves
Mädchen und mache nur Sachen kaputt, die man nicht so dringend braucht. Na,
wenn sie sich da mal nicht täuscht........
So, nun hoffe ich, daß Du heute morgen wieder schön geruht hast und ich
wünsche Dir eine schöne Woche.
Bis bald und liebe Grüße an Deine Zweibeiner

Deine
Cayuna

Connor liest Zeitung  3.11.05 

Hi Cayuna, hi Susanne und Theo und hi alle anderen Vierbeiner,
was macht der Humpelfuß und wie geht es allen - ich hoffe doch gut?!
So, wieder ist fast eine Woche vergangen und ich bin froh, wenn bald Wochenende ist, diese Schufterei, ich muß mich einfach mal ausruhen.
Nachdem ich in meinem Zimmer nun die Matratze wie schon berichtet durchlüftet habe, habe ich Ende letzter Woche diesen (die Mama sagt schönen???) Sisalteppich etwas umgearbeitet und habe diesen roten Stoffrand sauber abgetrennt, so war das viel lustiger, da alle die Schnüre wild rumhingen. Ich weiß nicht, was die Mama wieder hatte, sie mußte zwar lachen, aber ihr hat das nicht gefallen und sie hat ihn kurzerhand zu dem bereits beachtlichen Haufen Sperrmüll gelegt. Sie hat gesagt, das machen große Buben nicht?!? Also habe ich mir gedacht, wo ich doch jetzt regelmässig in die Schule gehe, ich mache jetzt auf großer Bub, das gefällt der Mama und lese tagsüber die Zeitung, Angebote, Post usw.. Wenn morgens die Luft rein ist und der Opa und die Oma noch schlummern, sause ich durchs Haus und suche mir die Post und die Zeitungen alle zusammen und lege mich damit auf mein Deckchen und arbeite das alles fleißig durch. Du glaubst ja gar nicht, was das anstrengend ist, so daß ich dann meist zwischendurch mal runter zu den Zweien gehe und wir ruhen uns alle gemeinsam bißchen aus (bei denen heißt das Mittagsschläfchen). Na ja, dann kommt ja meist auch schon bald die Mama und ich zeige ihr, was der große Bub alles gemacht hat. Sie findet das doch jetzt mittlerweile besser und legt mir morgens immer die neuesten Tageszeitungen hin, damit ich weiß was läuft in der Welt. Heute habe ich z.B. den "Focus" gelesen, sehr interessant. Heute war die Mama eine kleine Runde mit mir "Spazieren", das ist superklasse! Morgen abend gehen wir essen mit Kollegen vom Papa, mal sehen, Hauptsache ich bin dabei, und am Wochenende wird "gegammelt", sagt die Mama, also ausgeruht und ausgeschlafen, wird auch Zeit, denn wochentags muß ich morgens um 5.oo Uhr raus, wo es doch do kuschelig ist in meinem Bettchen. Montag ist dann wieder Hundeschule, da freu ich mich.
So das wären die News von uns, ich wünsche Dir und allen ein schönes Wochenende, bis ganz bald
Connor

Cayuna’s Weihnachten

Hallo mein lieber Connor,
nun muß ich Dir endlich erzählen von meinem Weihnachten:
Du hattest mich ja schon so neugierig gemacht und mir erzählt , daß man
Geschenke bekommt und alle ganz doll lieb miteinander sind. Ich war schon so
gespannt und habe mich so gefreut, daß ich es kaum noch erwarten konnte. Am
Freitag morgen um 8.30 h lagen wir alle noch faul in unseren Sofas herum,
nur Bevin hatte aus der Terrassentür etwas gesehen und stand auf. Sie wurde
immer ungeduldiger und wollte raus. Ich dachte, Mensch, DAS ist bestimmt der
Weihnachtsmann, wovon mir Connor erzählt hat. Ich bin aufgesprungen und dann
haben wir beide so laut geweint, daß Susanne uns hinaus ließ. Gesehen hatte
ich zwar nichts, aber wir rannten so schnell wir konnten Richtung Zaun. Und
DA konnte ich es sehen, es war UNSER Weihnachtsgeschenk, es kam direkt auf
uns zu und durch den Zaun. Es mußte unser Geschenk sein. Eine lebende Katze
mit 4 Beinen, 1 Kopf und einem Schwanz. Wir haben ihr natürlich sofort
gezeigt, daß wir uns riesig freuen, Bevin hat sie angebellt und ich habe sie
am Schwanz gepackt und immer hin und her geschleudert. Ich  glaube, daß hat
ihr unheimlich Spaß gemacht. Sie hat geschrieen und gefaucht, was bestimmt
heißen sollte. Prima, macht weiter. Klar haben wir weiter gemacht.Dann kam
Susanne angerannt und hat mit geschrieen, allerdings hörte sich das etwas
anders an, irgendwie hatte sie da so einen bösartigen Ton in ihrer Stimme,
den ich garnicht gerne habe, kennst Du auch sowas?
Immer wieder packte sie Bevin und mich am Hals und sagte wir sollten
aufhören. Kurzzeitig haben wir dann das kleine Ding mal losgelassen und da
lag es auf dem Rücken und fauchte. Sicherlich wollte sie weiter mit uns
spielen, aber Susanne hat mich gepackt und ins Haus getragen. Das hat mir
überhaupt nicht gefallen.Anschließend hat sie Bevin reingeholt und wir
durften eine ganze Weile nicht mehr rausgehen. Also ich hatte mir das
Weihnachten anders vorgestellt, vonwegen alle haben sich ganz doll lieb, war
wohl nichts. Hinterher habe ich gemerkt, daß ich über dem Auge einen Kratzer
hatte, war aber garnicht schlimm und tut überhaupt nicht weh. Das Spielzeug
hätte ich so gerne behalten, aber scheinbar war es wohl doch nicht für uns
gedacht. Gestern dann, wo nun scheinbar richtig Weihnachten war, haben wir
ein Päckchen von unsrem Onkel Atkins bekommen, das ist Papas Bruder. Der
backt mit seinen Menschen immer Weihnachtskekse extra für Hunde. Die waren
genauso lecker wie Deine, aber ganz anders. Das waren einmal "Atkins
Kornkekse" und die andere Sorte waren "Floh-weg-Kekse" und das alles in
Stern- und Knochenform. Zusätzlich waren da die Rezepte bei, woraus sie
bestehen. Hoffentlich nützt das was und wir machen das dann hier auch mal!?
Alles in allem war es dann doch noch ganz nett, trotzdem hätte ich das
lebende Geschenk vorgezogen..
Wie war`s denn so bei Dir? Oder hast Du Dich etwas überfressen?
Liebe Grüße an Angela und Axel
von Deiner Cayuna

Copper “WALLACE” und der 24.12.2005 

mit einem Deerhound wird es nie langweilig, diese Erfarung durften wir heute wieder machen.

Wie in jedem Jahr hatte ich bereits gestern abend unseren Weihnachtsbaum mit 2 Lichterketten
a' 50 Kerzen versehen, damit es heute schneller geht.

Am Vormittag habe ich dann die letzen mails verschickt und Wallace hat derweil den Baum etwas genauer in Augenschein genommen. Als ich ins Wohnzimmer kam, hatte er diverse Kerzen ab- und das Kabel (in weiser voraussicht ohne Strom) durchgebissen. Wahrscheinlich hielt er so viel Beleuchtung für Verschwendung.
Also untere Lichterkette wieder runter, neue drauf und den Weihnachtsbaum dieses Jahr nur mit Kugeln bestückt, die kann man nachkaufen.

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