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Schwester und Bruder unterhalten sich
Janet gratuliert dem zweifachen Onkel v.8.4.05
Hi Jackson,
alter Bruder.. ich hoffe es geht dir gut. Darfst dir zum zweiten Mal das 'Onkel werden' durch mich gratulieren lassen. Vier Jungs und vier Mädels halten mich seit Montag auf Trab. Uns geht es soweit prima, wir werden gut mit Futter versorgt und bekommen Leckereien, die es sonst nur an Feiertagen gab.-)
Jackson und das Adelsprädikat
Hallo Janet,
recht herzliche Glückwünsche zu den neuen Prinzessinen und Prinzen, war leider einige Tage nicht online und konnte nicht früher schreiben. Ich hoffe alles ist gut verlaufen und war nicht zu beschwerlich für Dich. Mögen die Puppies würdige und starke Vertreter der Roil Hounds of Scotland werden. Uns selbst geht es allen bestens. Vor allem mir, ich bin nämlich seit Samsteg Sir Jackson, "Retter der Deerhounds", weil ich zwei Schäferhunde, die mit verbrecherischer Pfote den Zaun zu unserer Wiese angehoben und meine drei königl. Damen angegriffen haben niedergemacht und von unseren Ländereien vertrieben habe. Sie werden sicher nie mehr wiederkommen. Komisch war nur, daß unser Herrchen eine ganz weisse Nase bekam obwohl doch jeder weiss, daß Nasen schwarz sind (vielleicht ein genetischer Fehler, zuchtausschließend??). Es wird in letzter Zeit sowieso immer schlimmer mit dem Gesindel, sogar Rehe, Katzen und Hühner belästigen uns jetzt. Wenn Du in der Gegend bist besuche uns doch mal, damit Du Dir selbst ein Bild von den unglaublichen Zuständen hier machen kannst. Ich habe übrigens eine neue e-mail Adresse. Dank DSL kann ich nun endlich bequem und schnell Photos der hochwohlgeborenen Roils empfangen und senden. Mein Vorschlag war ja eigentlich Jacksondeers, musste mich aber der Gewalt beugen. Sage bitte auch ganz liebe Grüße an Deine menschlichen Deerhounds Susanne und Theo,
Dein Dich liebender Bruder Jackson
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Am: 18 .4. von Janet:
Hi Jackson, Sir,
gut von dir zu hören und recht netten Dank für deinen Lagebericht bei hajodeers. Mit der Brut kam ich gut zurecht, hat allerdings Stunden gedauert bis der Nachwuchs auf der Erde war. Wenn mich mein Mensch nicht zwischendrin immer mal wieder nach draußen geführt hätte - für den Kreislauf hat er dauernd erzählt- so hätte es wohl noch länger gedauert. Jedenfalls wurde es mir angedroht und so bin ich immer mitgelaufen. Sogar im Dunkeln, Vorstellungen haben die... Vielleicht stimmt es aber auch, denn eine Ärztin hat er nicht gerufen.
Mittlerweile verziehe ich mich schon mal aus der Kiste. Die ist eigentlich recht praktisch, man kann sich nur ausruhen, bekommt ab und zu leckeres Futter und wenn ich mal wandern will, so läuft keines der Kleinen weg. Zudem kommt der Roomservice jeden Tag, bezieht alles neu und sauber. Nur mit den Zeiten hat der Mensch seine Probleme. In aller Frühe, vor dem Wachwerden. Ähnelt dem Laufen, auch so fantasielos.
Heute hat er allerdings einen Reinfall erlebt. Sein Futter wollten die Kleinen nicht, haben einmal geschleckt und den Rest wieder ausgenießt. Das wusste ich vorher, aber mal bellt ja gegen Wände, sie müssen immer wieder die gleichen Fehler machen. Eben Menschen. Damit du, Retter deiner Horde, mal sehen kannst wie es hier aussieht, schicke ich dir einige Ansichten. Grüße deine Familie, die Menschen auch, ich melde mich mal wieder.
Janet
PS. Ist man eigentlich Lady, wenn der Bruder Sir ist?
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Jackson’s Beobachtungen nach dem gewonnenen Kampf
Am 16.5 von Jackson:
Hallo kleine Schwester,
entschuldige, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber wir waren alle in großen und wichtigen schottischen Geschäften unterwegs. Leider konnte ich den hohen Deerhoundrat nicht davon überzeugen, dass die Schwester eines Sir Bruders auch eine Lady Schwester ist, aber man hat dann doch erkannt, dass eine Bewahrerin der Puppies ganz zwingend ja eine Lady sein muß. Die Ernennungsurkunde folgt nach, die Puppies of her Ladyship sind ja wirklich allerliebst und scheinen sich auch hervorragend zu entwickeln. Ich bin nur froh, dass Du keine Probleme mit dem Personal hast, es ist ja schwer heutzutage etwas adäquates zu finden.
Bei uns sieht es leider nicht so gut aus. Dieses kleine Ungeziefer, entschuldigung, ich meine natürlich die nette junge Dame, die mich permanent über die Wiesen hetzt ( und ich muß noch so tun als fiele es mir leicht) hält mich doch sehr auf Trab. Und wenn ich dann zu Hause stöhnend auf mein fürstliches (oder SIR-liches ??) Lager sinke, steht sie schon wieder da und haut mir alberne Teddys und sonstige Plüschtiere um den Kopf. Es ist ja ganz nett, um die Teenies herumzuhüpfen, aber sie können für mittlere bis ältere Herrschaften schon recht penetrant sein und man darf ja nichts sagen.
Noch schlimmer wurde es, als der anscheinend streitsüchtige Hammel vorige Woche im südlichen Schottland, in Dortmund, Europa irgendeinen Kampf gewonnen hat - Du hast bestimmt schon davon gehört. Meine bisher ganz vernünftigen Zweibeindeerhounds wurden richtig komisch, liefen mit bauchigen Trinknäpfen herum und gaben absonderliche Geräusche von sich. Ich habe versucht mäßigend einzuwirken und hatte zum Glück auch Erfolg. Als es dunkel wurde kamen sie zur Besinnung und liefen wieder - wie es sich ja auch gehört - auf vier Beinen. Wie Du siehst bringt das Leben halt viele Probleme mit sich aber es lohnt sich immer verirrte Seelen auf den rechten Pfad zurückzuführen.
Bis bald verbleibe ich Dein liebender Bruder
Jackson
PS: die blöde Katze habe ich wieder nicht gekriegt, aber es fehlten nur Zentimeter
Ein Kampf in eigener Sache
22.6.05
Hallo Janet,
ich schreibe Dir nur ganz kurz, weil ich noch sehr schwach bin und viel schlafen muss. Aber Freitag Nacht ging es mir plötzlich ganz furchtbar schlecht. Ich hatte gerade mein Abendmahl verzehrt, als mit übel wurde und das ganze gute Essen wieder rauskam. Als ich dann was trinken wollte ist auch alles wieder oben rausgelaufen. Herrchen hat gemeint, mein Bauch wäre zwar dünn aber meine Schleimhäute sähen katastrophal aus und wurde ganz hektisch. Er hat dann das Gerät benutzt mit dem man mit anderen Leuten spricht ohne daß sie da sind und dann schrecklich über irgendwelche unfähigen Leute in Kliniken geschimpft. Dann hat er endlich die Leute erreicht, die öfter bei uns zu Besuch sind und gemeint, daß wir sie jetzt auch mal besuchen. War mir egal, nicht mein Problem, mir war kotzschlecht. Als wir dort ankamen meinte unser Freund es wäre vielleicht nicht so schlimm, da ich ja ganz dünn sei aber Herrchen war anderer Meinung. Dann sollte ich auf einen Tisch gelegt werden, habe mich natürlich gegen eine so respektlose Behandlung gewehrt wie der Teufel aber sie waren stärker und haben mich doch photographiert und das noch mehrmals. Dann kamen in einem anderen Gemach plötzlich Herrchen und sein Freund zu mir, beide mit grünen Kitteln verkleidet und die Gesichter waren auch maskiert, damit ich sie nicht erkennen und später verraten sollte, aber ich bin ja nicht blöd. Nun wurde es ganz schnell dunkel und ich weiß von nichts mehr. Allerdings hat meine kleine Freundin Najoona ein Gespräch mit Frauchen belauscht - sie ist sehr geschickt im spionieren - wo erzählt wurde, daß die zwei Unholde meinen ganzen Bauch aufgeschnitten haben und daß mein Magen doch gedreht war, aber daß nichts schlimmes kaputtgegangen wäre, weil er sofort wieder schön rosig wurde, nachdem alles raus und wieder reingepackt war. Bis fast ein Uhr Nachts haben die Schlafmützen dafür gebraucht. Außerdem haben die Pfuscher wohl meinen armen Magen versehentlich an den Rippen festgenäht -- wenn man nicht alles selber macht !! Jetzt weiß ich wenigstens warum ich noch Bauchweh habe. Allerdings schmeckt mir das Essen schon wieder, hinten läufts auch wenn Du weisst was ich meine und Herrchen sagt meine Chancen wachsen mit jedem Tag. Ich hoffe, daß er Recht hat und ich Dir bald nochmal schreiben kann und wir uns nicht erst bei der Regenbogenbrücke wiedersehen.
Jetzt muß ich weiterschlafen und grüße Dich und Deine Puppies vielmals in der Hoffnung, daß wenigsten bei euch alles in Ordnung ist. - Dein Bruder Jackson
Janet sendet mentale Hilfe
Am 22.6.05
Hallo, mein lieber Jacko,
wollte Dir schon soooooo lange schreiben, aber da meine Köchin schwer krank war, hatte ich alle Pfoten voll zu tun mit der kleinen Bande.
Nun bin ich ganz zittrig und habe schreckliche Angst um dich. Pass bloß auf, dass nichts passiert und ruh Dich gut aus.
Wir wollen doch noch viele e-Mails schreiben und ich hatte gehofft, dass wir uns mal irgendwo sehen würden.
Hier läuft alles soweit gut, meiner Köchin geht es langsam etwas besser ( sie war mit akutem Nierenversagen im KH)
In dieser Zeit hatte unser Butler natürlich doppelte Arbeit, aber WIR haben ihm sehr geholfen.
Seit Sonntag fehlt eins meiner Kinder, ich vermute, daß es die Leute mitgenommen haben, welche vormittags hier waren. Die meinen alle, ich könne nicht zählen.
So mein Lieber, ich denke ganz fest an Dich und drücke in Gedanken meine Nase ganz fest an Deine und hoffe, dass Du ganz schnell wieder gesund wirst und Dein Rudel wieder voll im Griff hast.
Schreib schnell, wenn es Dir wieder besser geht.
Ganz liebe Grüße von
Deiner Janet
Janet hegt strategische Gedanken
26.06.05
Lieber Jacko,
nun hoffe ich, dass es dir langsam wieder besser geht. Jedoch wie dir auch sei, seit einigen Tagen wird es nicht mehr richtig dunkel draußen, und wir müssen viel Licht und Wärme ertragen. Man kann sich nur morgens und abends rühren, den Tag über suche ich die kühlen Ecken im Hause auf. Meistens bekomme ich eine gute, jedoch weiß nur ich, dass es im dunkeln draußen viel besser auszuhalten ist. Ständig werde ich abends ins Haus gerufen und danach legen sich die Butler der Länge nach hin. Warum also? Sonst sind sie doch ständig auf 2 Beinen unterwegs. Hast du auch mit dem zu tun, was die Zunge trocknen läßt?
Es gibt noch eine spannende Geschichte zu erzählen. Die glauben hier ja immer, ich würde nicht alles verstehen, doch da haben sie sich getäuscht. Hier steht ein Fenster, durch das die Menschen sehen, obwohl es nicht dahin zeigt, wohin man gehen kann. Jedenfalls hocken sie einmal täglich davor, seit die Köchin krank ist, meistens der Mensch für die grobe Arbeit, und oft höre ich ihn sagen, dass andere Menschen mich und die Kinder und die ganze Horde im Fenster sehen könnten, aber man würde nicht erkennen, was wir zu sagen hätten. Deerhoundgeflüster haben sie das dann genannt und überlegten, ob es hinter dem Fenster wohl nach andere gäbe, die daran interessiert wären. Sag mal, welche würdige Erklärung deinerseits könnte dies erhalten? Ich fände es nicht schlecht so andere zu infomieren. Es soll ja noch viele dieser Fenster in anderen Behausungen geben, in denen unsere Blutsbrüder wohnen. Meinen Butler habe ich angewiesen, dir, liebster Bruder, eine Kostprobe zu senden. Ich denke auch unsere Schwester Lady Janis Joplin, die im Süden Bavarias den kontinentalen Highlands näher ist als wir, interessierte sich für unsere eloquenten Bereicherungen des Alltages. Ich wage sogar mal eine Voraussage... wir erhielten als Antwort viele andere, königliche Nachrichten. Es gibt sie auch im Ursprungsland, die sprechen sogar unsere Sprache.
So verlasse ich dich nun vorerst, hüte die Brut ein wenig ein und sehe nach dem Rechten hier.
Lebe wohl und bedenke meine Worte.
Deine Schwester Janet
Tage der Genesung
26.06.05:
Liebe Schwester Janet,
entschuldige, daß ich erst so spät antworte, aber mein Diener war mit unserer kleinen Najoona in dem Lande Belgium, um dortige Lehensgebiete zu besichtigen und hat den Computer abgeschaltet. Anscheinend war er dort nicht sehr erfolgreich, er spricht nicht darüber.
Das sind ja schlimme Nachrichten, die man auch von euch hört. Ich hoffe doch sehr, dass es der armen Köchin bald wieder besser geht und wünsche ihr von ganzem Herzen eine baldige Genesung.
Mir selbst geht es schon wieder besser, bis vorgestern lief noch etwas Wasser aus meinem Bauch - komischerweise nicht dort , wo es sonst rausläuft - aber jetzt ist alles fast zugeheilt. Für heute Abend ist schon ein kleiner Ausflug auf die Wiese geplant, damit ich wieder ein paar vorsichtige Schritte machen kann. Bis jetzt konnte ich ja nur in den Garten, wobei mir vorgestern eine dumme Geschichte passiert ist. Ich ging zur Verrichtung meiner Roil-Geschäfte dort hin und die Nichtsnutze haben vergessen, mir mein Gewand auszuziehen. Da ich mit wichtigen Gedanken zur Verbesserung der leider zur Zeit katastrophalen Essensversorgung beschäftigt war (es gibt seit Tagen nur üble weiche Matsche), habe ich es auch nicht bemerkt -- ärgerliche Sache, sehr peinlich.
Die Sache, die näheren und weiteren Verwandten anzufenstern finde ich gut. Es gibt doch immer wieder Nachrichten über das Personal, das Essen und Sachen der Roil Politik auszutauschen. Was hältst Du von einer Stellenbörse, wo wirklich qualifizierte Köche sich für die königlichen Haushalte bewerben könnten und auch sonstiges Personal? Vielleicht findest Du ja auch dein verschwundenes Kind wieder, das bestimmt an einem Königshofe erzogen wird.
Wenn Du mal die Kinder aus dem Haus hast und in der Nähe sein solltest, komme mich doch auf alle Fälle besuchen. Dann können wir über meine Ländereien wandeln und vielleicht einen kleinen Lauf machen. Um mich dafür zu stärken werde ich jetzt sofort ein kleines Nickerchen machen, hoffentlich ist das Kopfkissen ordentlich aufgeschüttelt.
Bis bald die allerbesten Wünsche und passe mir gut auf die Köchin auf, mit solchen Sachen ist nicht zu spaßen und ich mache mit schon einige Gedanken.
Dein Jackson
Janet und die Begegnung der seltsamen Art
Heute muss ich dir von seltsamen vierbeinigen Nonroils erzählen...
Gestern zur Mittagsruhe wagte sich ein Störenfried mit selbst bewegendem Gefährt auf unser angestammtes Land. Nicht nur um die Zweibeiner zu besuchen und Leckeres zu speisen, was unsere Nasen wieder länger werden ließ, sondern um Vierbeinige Gefährten zu bringen! Sie tragen braunes Haarkleid wie wir, scheinen aber gottseidank nicht an unserem Futter interessiert und begnügen sich mit dem Grün der Wiesen... Du weisst, wenn wir unseren Mageninhalt entleeren wollen,
fressen wir auch davon. Nur scheint es diesen Wesen besser zu bekommen.
Im Gespräch habe ich mit angehört, dass diese im Ursprung unserer Heimat recht nah sein sollten, St Kilda oder so. Jedenfalls macht sie das sympatisch und ich werde mir überlegen, ob ich mit ihnen spielen, sie jagen oder einfach nur in Ruhe lassen werde. Den alten Murphy interessieren diese gar nicht, aber meine junge Brut war aufgeregt und fand den Zaun dazwischen äußerst hinderlich.
Nun muss ich die Sache weiter beobachten, denn den tieferen Sinn habe ich noch nicht verstanden. Aber das werde ich auch noch herausfinden.
Bis dahin mein Bruder,
bleibe gegrüßt
Janet
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